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Wer zahlt die An- und Abreise der Piloten?
Die Vermutung liegt nahe, dass kritische Stellungnahmen und an Bundesrat Ueli Maurer adressierte Post irgendwo im VBS stecken bleiben. Dadurch wird ihm die Möglichkeit, Stellung zu nehmen, aber auch um Verleumdungen in der Zukunft vorzubeugen, bewusst vorenthalten. Da Flugplatzkommandant Oberstleutnant im Generalstab Peter Merz sich offenbar erfolgreich bei politischen Mandatsträgerinnen und -trägern unserer Region anbiedern konnte – Chäsbrätelabend mit F/A-18-Sound und als Pro-Vereins-Treiber, wo er sich öffentlich vorführen liess –, weigern sich er und seine Piloten im Nachhinein in Meiringen ansässig und somit steuerpflichtig zu werden. In diesem Zusammenhang sei die Frage erlaubt, auf wessen Kosten und wie diese Herrschaften täglich anreisen und nach der Absolvierung der zum Teil nutzlosen und Unsummen verschlingenden Herumfliegerei wieder verreisen? Interessieren würde mich auch, was das jährliche Axalp-Spektakel mitsamt den geladenen Gästen, den unumgänglichen Notwendigkeiten sowie der Patrouille Suisse jeweils kostet? Dieses Schreiben geht mit freundlichen Grüssen auch an den Gesamtbundesrat, Bundesrat Maurer, die Präsidentinnen von Nationalrat und Ständerat, Berner Regierung und an das Flugplatzkommando.
Aus Flugplätzen Parks errichten
Bundesrat Maurer muss also im VBS eine Milliarde sparen: Soll er den Flugverkehr der Luftwaffe einstellen, und das sofort! Die Fluggeräte einlagern, verkaufen oder verschenken und aus den Flugplätzen Pärke gestalten - wie in Berlin Tempelhof. Eine günstige und innovative Lösing. Wie schön: Das Wanderparadies Schweiz, unsere einmalige Bergwelt wieder geniessen zu können, ohne diesen ekelhaften und überflüssigen Lärm! Danke für die Einsicht.
Hansjürg Feuz, Bern und Mürren, Berner Oberländer, 24. November 2010
Mut zu was?
Die Flugschau auf der Axalp ist vorbei. Super sei es gewesen. Das ist für die einen sicher so. Für viele andere sieht es ganz anders aus. Der Luftwaffenchef Markus Gygax plädiert in seinem Kommentar zum Spektakel für Mut zur Sicherheit. Bis jetzt meinte ich immer, dass Mut etwas sei, das es brauche, wenn man etwas anpackt, das mit gewissen Risiken behaftet ist. Auch wenn die Risiken erkennbar sind und mit möglichst umsichtigen Vorkehrungen so gering wie möglich gehalten werden, sind sie immer noch als Rest wahrscheinlich. Ist nun Sicherheit eine Risiko behaftete Sache? Für mich jedenfalls ist das neu. Aber bleiben wir doch offen für Neues! Was mir eher logisch scheint: Es gab schon immer Bedrohungen, es gibt immer noch welche und es wird sie immer geben. Darum haben wir ein Sicherheitsbedürfnis. Das müssen wir abdecken mit den umsichtigen Vorkehrungen. Dabei geht es darum, die Bedrohungen zu erkennen, die Wahrscheinlichkeiten einzuschätzen und dann die angemessenen Mittel und Verhaltensweisen zu wählen, zu schulen und zu trainieren. Weil erwiesenermassen bei Konflikten zwischen einzelnen Menschen, Gruppen, Völkern und Kulturen brutale Gewalt immer wieder vorkommt, ist die Wahl von Waffen als Mittel dagegen sicher logisch. Hinter diesen Waffen steckt als alleinige Rechtfertigung also die Gewalt, Krieg, Leid. Darum verstehe ich solche Schaus wie das Fliegerschiessen auf der Axalp ganz einfach nicht. Das wäre doch eher einer kriegerisch gesinnten Herrscher-Clique angemessen und nicht einem der angeblich zivilisiertesten Völker. Selbst wenn wir uns also gegen verschiedenste Bedrohungen wappnen, wäre Zurückhaltung viel sympathischer als dieses Imponiergehabe. Wo sind die mutigen Offiziere unserer Armee, die dafür sorgen?
Gefragt ist kreatives Denken
Das VBS und das Flugplatzkommando Meiringen unterlassen wirklich nichts, um die von F/A-18 Start-, Flug- und Anfluglärm betroffene Bevölkerung der sieben Anstössergemeinden des nato-tauglichen Kampfjetflugplatzes, um es höflich zu sagen, hinzuhalten und um ihr den unerträglichen Lärm schmackhaft zu machen! (Marketingstelle mit VBS-Leistungsauftrag?) Verankert ist der Flugplatz in der Bevölkerung seit jeher und das gut. Sollten Bundesrat Ueli Maurer, Luftwaffenchef Korpskommandant Markus Gygax, ihr Gefolge oder etwa die angereisten Fans der jährlichen, für die luftpolizeilichen Aufgaben und für die Landesverteidigung untauglichen zusätzlichen Axalp-Lärmbelästigung hier ansässig sein müssen, wäre der Dauerbrenner kein Thema mehr, sondern im Sinne der abwehrenden Bevölkerung längst entschieden. Nicht zuletzt der buchstäblich zum Fenster hinausgeworfenen Unsummen wegen, sondern auch weil der Flugplatz einsatzmässig vom Wetter abhängig, ungünstig gelegen ist. Gefragt ist kreatives Denken. Oberstleutnant im Generalstab Peter Merz vom Flugplatzkommando Meiringen, hat in den Flugplatznews 1/2006 ohne Wenn und Aber und ohne den geringsten Hinweis auf die Niederlassungsfreiheit verkündet «16 Männer für Meiringen, die deshalb auch in der Region Brienzersee-Oberhasli sesshaft werden.» Dies als Relativierung seiner Aussage im Plenarsaal des Flugplatzes im April 2010 vor TV, Radio und Bundesrat Maurer! Aus der Briefdiskussion mit dem Schreibenden hat er sich mit der gleichen Ausrede und einer Unwahrheit am 11. Mai 2009 abrupt verabschiedet. Dieses Schreiben geht mit freundlichen Grüssen auch an den Gesamtbundesrat, Bundesrat Maurer, die Präsidentinnen von Nationalrat und Ständerat, TV und Radio, Berner Regierung, Gemeinderat Meiringen, Brienz, Brienzwiler und Flugplatz.
Hans Kaspar Huggler, Meiringen, Jungfrau Zeitung 21. September 2010
Der Bundesrat hat beschlossen, den Entscheid über die Beschaffung von neuen Kampfflugzeugen auf 2020 zu vertagen. Ob sich dannzumal die Situation grundsätzlich verändert hat, darf bezweifelt werden. Die Armeeführung hat offensichtlich Mühe, sich über die zukünftige Bedrohnungslage ein Urteil zu bilden. Die letzten Kriege haben gezeigt, dass zwar mit massiven Luftschlägern ein Land zerstört werden kann, aber damit noch kein Krieg gewonnen wird. Entscheidener Faktor der Verteidigung eines Landes ist der Guerillakrieg. Bezogen auf die Schweiz heisst das: Sollte ein konventioneller Angriff auf die Schweiz erfolgen, so wird dieser mit überlegenen Luftstreitkräften und Lenkwaffeneinsatz durchgeführt. Bevor unsere wenigen Kampfflugzeuge aus ihren geschützten Kaveren rollen, sind die Start- und Landebahnen bereits verstört. Bleibt der schwammige Begriff des Luftpolizeidienstes in Friedenszeiten. Wir brauchen, un ein verirrtes Sportflugzeug über dem WEF-Zentrum Davos abzudrängen, weder 33 alte F/A-18 noch 22 hochmoderne Kampfjets; dafür reichen lenkwaffenbestückte Helikopter. Die Antwort ist klar: Anstatt Milliarden für die Beschaffung von überflüssigen Kampfjets hinauszuwerfen, sollten diese Mittel für den Aufbau einer hochspezialisierten Verteidigungsarmee verwendet werden. Anzumerken bliebe noch, dass durch den Nichtentscheid des Bundesrates nun ab 2011 bisher ruhige Erholungsregionen durch die Trainingsflugzeuge PC-21 auf Jahre hinaus unnötig mit Lärm belästigt werden.
Hansjürg Fitzi, Amden, Tagesanzeiger 28. Augustus 2010.
Vorerst werden keine neuen Kampfflugzeuge gekauft, und laut dem Versicherungsdepartement ist die Luftsicherheit durch den Verschiebungsentscheid nicht infrage gestellt. Darum sei an dieser Stelle die Frage erlaubt, für welche "Bedrohnungen" wir eigentlich das Geld ausgeben. Es fehlt der Schweiz nicht an klugen Köpfen, die den Überblick über die anstehenden Probleme haben und beim Zuteilen der begrenzten Mittel die notwendigen Prioritäten setzen könnten.In der Geldvernichtungsmaschine VBS sitzen diese aber sicher nicht. Was aktuell und je länger desto graviendender die Schweiz bedroht, nämlich die schleichende Zerstörung unserer Kulturlandschaften und der galoppierende Verlust der Biodiversität, lässt sich mit Flugzeugen nicht retten.
Christine und Arno Dohler Gross, Zürich, Tagesanzeiger 28. August 2010
Bundesrat Ueli Maurer verzichtet vorläufig auf den Kauf von neuen Kampfjets. Die neuen Flugzeuge hätten nach den Plänen der Armee für folgende Aufgaben gekauft werden sollen: (ständige) Luftauferklärung, Luftverteidigung und Erdkampf als operatives Feuer. Die Armee wollte also ein polyvalentes, also ein vielseitigbrauchbares Kampfflugzeug. Bereits waren zahlreiche Lobbyisten für die Flugzeughersteller darin, den Parlamentarien den Kauf der Flugzeuge schmackhaft zu machen. Doch braucht ein kleines Land eie die Schweiz Kampfflugzeuge? Fremde Flugzeuge überfliegen die Schweiz in etwa 10 Minuten. Weshalb kommen die Militärs auf die Idee, Kampfflugzeuge als Luftpolizei einzusetzen, um eindringende fremde Flugzeuge abzuwehren? Fremde Flugzeuge haben die Schweiz längst durchflogen, bevor die Piloten der helvetischen Lufthaffe überhaupt gestarten sind. Ausländische Flugkörper erreichen das Mittelland mit der grossen Städten und den Atomkraftwerken in weniger als einer Minute. Die sogenannte luftpolizeiliche Aufgabe ist längst zur Illusion geworden. Im Zeitalter der Interkontinentalraketen, der Satelliten, der tief fliegenden Cruise-Missiles und der ferngesteuerten Drohnen braucht die Schweiz keine neugen Kampfflugzeuge - so gut wie wir heute keine neuen Stadtmauern mehr brauchen.
Heinrich Frei, Zürich, Berner Oberländer 27. August 2010
Erfahrungen im Berner Oberland: Wenn die Luftwaffe im Raum Speer PC-21-Trainingsflüge durchführren will, dann wird sie dies auch tun. Zwar wird man die Bewohner der betroffenen Region informieren. Die Wünsche der Ferienregion Heidiland werden vom VBS mit grosser "Ernsthaftigkeit" zur Kenntnis genommen. Jedoch wird das wenig nützen. In der Regel sind bereits gefällte Entscheidungen der Luftwaffe nicht verhandelbar. Ein meisterhaft inszeniertes Lobbying des VBS wird dafür sorgen, dass die Widerstände in der Bevölkerung gemindert werden. Die Entscheidungsträger der Region werden zu tollen Flugdemos in die Berge eingeladen. Bei einem Glas Weisswein, Hobelkäse und Butterzopf werden ganz unmerklich Abhängigkeiten geschaffen. Dem Gewerbe und der Tourismusindrustie werden fragwürdige Kompensationsgeschäfte vorgeschlagen. In der Folge geht die Meining über Sinn und Zweck der Trainingsflüge in der Bevölkerung zunehmend auseinander. Längst geht es nicht mehr um die "Heidi-Grundwerte" wie Echtheit, Gesundheit und Glück, sondern um die Frage: Schweizer Armee ja oder nein? Und bei dieser Fragestellung werden die letzten Widerstände vom Tisch gefegt. Wer sich jetzt noch gegen den Fluglärm auflehnt, ist ein Armeegegner und Antischweizer. Genau so hat es sich in den vergangenen Jahren in der Ferienregion Brienzersee-Oberhasli zugetragen. Dabei geht es im Berner Oberland nicht um PC-21-Trainingsflüge. Auf dem Flugplatz Unterbach bei Meriingen starten und landen die F/A-18 Militärjets und verursachen mit gut 113 Dezibel einen Höllenlärm.
Ueli Stähli, Brienz, Tages Anzeitung 29 Juli 2010
Mittels Inseraten sucht der Verein Pro Flugplatz dringend Mitglieder. Über 1400 sollen es schon sein, davon 800 nicht in der Region Oberer Brienzersee-Oberhasli ansässig. Wohl prominentestes Mitglied dürfte, Irrtum vorbehalten, der Chef der Luftwaffe Korpskommandant Markus Gygax sein. Ob diese Leute abseits des Geschehens beim F/A-Start und - Fluglärm aus Prinzip wohl an den Heiligen Sankt Florian denken? Die Vergleiche sind an den Haaren herbeigezogen, denn es fehlen die Lärm verstärkenden Felswände und die darüber liegenden Berge.
Der Flugplatz wurde vor über 70 Jahren in einer tatsächlichen Bedrohnungslage erstellt und er wurde überhaupt in keiner Beziehung in Frage gestellt. Über diese Zeit wissen die heutigen sektierisch den Teufel an die Wand malenden Lärmbefürworter nur etwas vom Hörensagen und lesen. Ehrverletzende Unterschiebungen an die Adresse von anders denkenden Mit-Landsleuten, auch seitens von Militärs, lassen auf Nervosität und mangelndes Demokratieverständnis schliessen. Als vorläufiger Dauerzustand zu betrachten, dürften, wenn es nach dem Gemeinderat von Meiringen gehen würde, die von ihm akzeptierten 4000 bis 5000 Flugbewegungen pro Jahr sein. Diese Zahl wird sich aber, was von der Luftwaffe gewohnheitsmässig verschwiegen wird, in der Zukunft noch massiv erhöhen. Unmittelbar nachdem die sieben vom Kampjetlärm betroffenen Flugplatz-Anstössergemeinden der Initiative für weniger Fluglärm zugestimmt hatten, traten die Gemeindepräsidentin Susanne Huber und die Grossräte Peter Flück, Christoph Ammann und Gerhard Fischer aus dem Pro Vorstand zurück.
Mit einer Schwächung der Landesverteidigung und dem Gezeter um Arbeitsplätze hat der vom Kontaktgremium erarbeitete Vorschlag auch im Hinblick auf die Zustand im VBS überhaupt nichts zu tun. Im VBS fehlen die kreativen Köpfe. Die Assage von Pro-Verein-Vorstandsmitglied Rudolf von Gunten, gewesener F/A-18-Testpilot, "ein Luftkampfsieg hänge vom erzeugten Lärm eines Kampjets af", sagt einiges aus über diesen Vorstand. Man sollte endlich die 2005 anlässlich der Stationierung der F/A-18 im Unterbach, vom lauschigen Beinwil am See stammenden und wohnhaften Pro-Verein-Vorstandsmitglied, Oberstleutnant im Generalstab. Flugplatzkommandant, auch dank dem Vitamin B von Susanne Huber und Peter Flück, Peter Merz angekündeten Wohnsitznahme der 16 Jetpiloten in Meiringen durchsetzen. Wenn wir schon den satanischen F/A-19 aushalten sollten, sollte der Gemeinderat, obwhol es nicht die Lösung des Problems ist, auf die vom VBS in Aussicht gestellten erheblichen Steuereinnahmen nicht verzichten.
Geht mit frendlichen Grüssen an den Bundesrat, Bundesrat Mauer und die Präsidentinnen von National- und Ständerat.
Hans Kasper Huggler, Meiringen, Jungfrau Zeitung 29. Juli 2010
Seit vielen Jahren kämpft der Hotelierverein Brienz gegen die unzumutbare Lärmbelästigung der Kampfjets F/A-18, ergebnislos. April 2010 erklärte BR Maurer der anwesenden Bevölkerung klipp und klar, es würden in Zukunft bis zu 5000 Flugwegungen jährlich stattfinden. Die vom Kontaktgremium geforderten 2500 Bewegungen und 4 Monate Sommerpause seien utopische Wünsche!
Monique Werro, Brienz, Tages Anzeiger 27. Juli 2010
Als Bewohner des Berner Oberlandes kann ich den Betroffenen nur raten sich von Anfang an zu wehren. Der Fluglärm, der von den in Meiringen stationierten Armee Flugzeugen zu jeder Jahreszeit gemacht wird, ist unerträglich. Die Schweiz braucht keine Flugwaffe von 20 Flugzeugen, wobei immer die Hälfte nicht einsatzsfähig ist. Die grossen Armeebuben sollen sich Simulatoren besorgen und damit spielen. Heinz Butz, Tages Anzeiger, 26. Juli 2010
Die Farce lebt weiter. Die Luftwaffe darf weiterhin unsere Gegend Tag für Tag mir ihrem Lärm und Überschallflügen terrorisieren. Von wegen sicherheitspolitischen Auftrag, die Luftsicherheit lässt sich bestimmt auch vom Boden her kontrollieren und gewährleisten. Wie sonst funktioniert diese an Wochenenden, Nachts und an Feiertagen? Hier geht es primär um eine antiquierte Offizierskaste, welche partout an ihren Lieblingsspielzeugen festhält und grossteils noch von der Politik gestüzt wird. Die Basis Meiringen-Unterbach ist total fehl am Platz und vergiftet das ganze Berner Oberland mit seinen einzigartigen Erholungsgebieten. Kommt dazu, dass wir regelmässig noch zusätlich von Payerne Flugeinsätze erdulden müssen. Und einmal wöchtentliches Gedröhn sogar bis 22.00 Uhr! Eine solch selbstherrliche und rücksichtlose Institution ist für unser Land und in der heutigen Zeit völlig unangebracht. Mit den verschwenderisch verpulverten Steuergeldern liesse sich wahrlich Sinnvolleres bewerkstelligen, kurz es gehört endlich abgeschafft.
Bernhard Bläuer, Hünibach, Berner Oberländer 16. Juli 2010
Vorerst Gratulation den Brienzwilern zu ihrer Initiative. Es wäre wünschenswert, dass weitere Gemeinden diesem Beispiel folgen würden. Nur so kann etwas verändert werden. Was das Bekenntnis zum Flugplatz Meiringen betrifft, handelt es sich um Repetitionen und irreale Behauptungen. Es muss auch kein einziger Arbeitsplatz verloren gehen bei einer wohlüberlegten Planung. Dass Verhandlungen als nicht möglich abgetan werden, ist mehr als nur fragwürdig. Seriöse Lärmmessungen? Ich frage mich, wo der Standort der Messgeräte war. Die eher träge und flach startende Mirage hat seinerzeit, 3 Kilometer nach dem Start, über den Wohnhäusern 106 Dezibel auf das Empa-Messgerät gebracht. Und da sollen die bis 113 Dezibel angegebenen Werte mit Nachbrennern real sein?
Judith Staub, Bönigen, Jungfrau zeitung, 21.Juni 2010
Immer wieder lese ich, dass diese und jene Person das Volk spaltet. Dem ist im Fall des Flugplatzes Meiringen-Unterbach nicht so. Nicht die Leute, die sich mehr Lebensqualität und weniger Fluglärm wünschen spalten das Volk, sondern das VBS. Und zwar, weil das VBS nicht bereit ist, die Flugbewegungen fair zu verteilen. Etwa 3300 FA/18-Flugbewegungen in Meiringen bei rund 200 Stellen einerseits und etwa 375 F/A18-Flugbewegungen in Emmen bei zirka 1200 Arbeitsplätzen andererseits deuten icht auf Fairness hin. Die Gegner des Fluglärms streiten gegen das VBS und jene Lokalpolitiker, die ihr Amt für Ihre Interessen nutzen. Der Verein Pro Flugplatz lässt grüssen!
Mathilde Hofkes, Hasliberg Reuti, Berner Oberländer 3. Juni 2010
Nur eine Schlacht verloren.
Zum Leserkommantar "Wo sind die Ärzte?"
Liebe Judith Staub, ich weiss nicht, inwieweit Sie die jetzt abgeschlossene «Wahlschlacht» um Grossratssitze verfolgt haben. Tatsache ist, dass ich mich vor allem auch als Arzt im Rahmen der neu gegründeten GLP (Grünliberale Partei) als Kandidat intensiv mit dem Kampf gegen den zunehmenden Fluglärm befasst habe. Leider ist es uns offensichtlich nicht gelungen, entscheidende Teile der Bevölkerung auf diesen Missstand aufmerksam zu machen. Ob das an der mickerigen Stimmbeteiligung, an einem Informationsdefizit oder schlicht am Tabu der «guten Arbeitsplätze» lag, lasse ich offen. Denjenigen, die uns die Stimme gegeben haben, möchte ich trotzdem an dieser Stelle herzlich danken. Wir haben eine Schlacht verloren, aber nicht den Krieg. Der Kampf muss weitergehen, damit unsere Gegend eben nicht zum «Lärmabfalleimer der Nation» wird.
Andreas Abplanalp, Meiringen, JungFrau Zeitung, 30. März 2010